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Alternative Flugkraftstoffe:
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer unterzeichnet Regierungsabkommen mit USA

Berlin, den 11. September 2012

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und US-Botschafter Philip D. Murphy haben heute auf der ILA 2012 ein Regierungsabkommen zur zukünftigen Zusammenarbeit in der Entwicklung alternativer Flugkraftstoffe unterzeichnet. Mit dem Abkommen wollen Deutschland und die USA ihre Zusammenarbeit vor allem bei der Fortentwicklung von Nachhaltigkeitsstandards, der Zulassung von Herstellungsverfahren und der Erweiterung der Rohstoffbasis für alternative Flugkraftstoffe stärken. Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer: „Auch der Luftverkehr muss seinen Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz leisten. Hierfür ist eine enge internationale Zusammenarbeit notwendig, denn der Verkehrsträger Flugzeug überschreitet Grenzen und Ozeane. Mit dem deutsch-amerikanischen Regierungsabkommen wollen wir der Forschung und der Entwicklung alternativer Flugkraftstoffe noch mehr Dynamik geben. Es ist ein guter Rahmen, um zukunftstaugliche Lösungen zu diskutieren.“

Gleichzeitig stellte aireg-Vorstand Joachim Buse in einer anschließenden Presse-Konferenz die Eckpunkte des neuen aireg-Strategiepapiers vor. Buse: „Für aireg sind alternative Flugkraftstoffe ein unverzichtbarer Beitrag für die Erreichung der CO2-Minderungsziele in der Luftfahrt. aireg hat sich zum Ziel gesetzt, dass wir bis zum Jahr 2025 der in Deutschland benötigten Flugkraftstoffmenge zehn Prozent Biokerosin beimischen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir heute damit beginnen, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen.“

Weitere Ziele von aireg sind der Aufbau mindestens einer großindustriellen Bioraffinerie der zweiten Generation für die Herstellung bio-synthetischer Kraftstoffe in Deutschland und der Abschluss von Regierungsvereinbarungen zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung. Buse: „Wir gehen davon aus, dass der Großteil der benötigten Rohstoffe für unser Beimischungsziel von zehn Prozent aus Regionen außerhalb Deutschlands bezogen werden. Hierbei benötigen sowohl Rohstofflieferanten als auch Verarbeiter verlässliche Rahmenbedingungen.“

Biokerosin kostet heute in der Herstellung mit rund 2.100 US-Dollar pro Tonne mehr als das Doppelte von fossilem Kerosin mit etwa 925 US-Dollar pro Tonne. Ähnlich der staatlichen Förderung bei anderen regenerativen Energien fordert aireg daher Markteinführungshilfen und Förderinstrumente wie Investitionszuschüsse für Bioraffinerien oder staatliche Preisgarantien für die Abnahme produzierter Biokerosinmengen.

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