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Bundesregierung verpasst Chance für mehr Klimaschutz im Luftverkehr

Berlin, 3. Dezember 2014

Das heute von der Bundesregierung verabschiedete Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 vergibt eine Chance, klimafreundliche Kraftstoffe im Luftverkehr zu etablieren. Die Luftfahrt ist wie kein anderer Verkehrsträger auf Flüssigkraftstoffe angewiesen. Nachhaltige Alternativen wie Biokerosin bieten daher das größte Potential, den CO2-Ausstoß zu mindern und langfristig die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Siegfried Knecht, Vorstandsvorsitzender der deutschen Luftfahrtinitiative für alternative Kraftstoffe aireg e.V.: „Leider hat die Bundesregierung noch nicht erkannt, dass der Luftverkehr auf alternative Kraftstoffe angewiesen ist, um selbst umfassend zum Klimaschutz beitragen zu können. Das anhaltende Wachstum des Luftverkehrs und die dadurch hervorgerufenen positiven wirtschaftlichen Effekte sind nur zu gewährleisten, wenn Verkehrswachstum und Emissionen entkoppelt werden. Erforderlich ist es jetzt, ein Förderprogramm für Bioraffinerien der nächsten Generation aufzulegen. Man kann den Luftverkehr nicht für seinen CO2-Ausstoß kritisieren und gleichzeitig wirksame Gegenmaßnahmen unberücksichtigt lassen.“

In dem von den Bundesministern für Umwelt und Wirtschaft, Hendricks und Gabriel, vorgestellten Aktionsprogramm kommt der Luftverkehr nur am Rande vor. Alternative Flugkraftstoffe sind dabei bereits heute problemlos einsetzbar. Für einen erfolgreichen Marktstart müssen die Bereitstellung nachhaltiger Rohstoffe verbessert sowie Bioraffineriekapazitäten in Deutschland geschaffen werden.

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